KOSOVO – DIE REGIERUNG EHEMALIGER MAFIOSI

Im Kosovo wurde am 8. Juni 2014 gewählt und Wahlsieger war der bisherige Premierminister Hashim Thaci von der Demokratischen Partei Kosovo (DPK).
Er siegte unter anderem gegen seinen Konkurrenten Ramush Haradinaj. Inzwischen ist klar, dass neuer Regierungschef Ramiush Haradinaj werden wird. Alle zwei Politiker verbindet eines – ihre undurchsichtige, ja kriminelle Vergangenheit. Über die wird in den deutschen Medien natürlich nicht mehr berichtet. Und zwar nicht nur, weil sie von Europa und den USA bisher gestützt wurden.

Zur Erinnerung: Es war besonders die deutsche Bundesregierung die sich vehement für die völkerrechtliche Anerkennung dieses Kleinstaates auf dem Balkan stark gemacht hatte, obwohl jeder wusste, dass in Top-Positionen der Regierung ehemalige führende Drogenbosse sitzen und zum Beispiel der skrupellose Kinderhandel für die dortigen Gangster ein besonders lukratives Geschäft war. Über Hasim Thaci schrieb der Bundesnachrichtendienst noch im Jahr 2005, dass er „zu den „key player“ (Multifunktionspersonen) gehört, über die engste Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und international operierenden Strukturen der Organisierten Kriminalität im Kosovo.“ Ein weiterer dieser “key player”, so er BND sei Ramush Haradinaj.

Am 19. Dezember 2011, sieben Jahre nach dieser BND-Analyse, empfing Thaci, inzwischen ist er Ministerpräsident des Kosovo, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Und er freute sich: „Ich möchte mich bei Ihnen für Ihren Einsatz für die europäische Zukunft und der Zukunft der ganzen Region bedanken.“ Angela Merkel wiederum bedankte sich „recht herzlich für den freundlichen Empfang“. Und weiter: „In der Tat hat die Bundesrepublik Deutschland als eines der ersten Länder anerkannt“. Deshalb lohnt es sich einmal einen kurzen Blick auf die bemerkenswerte Analyse des Bundesnachrichtendienstes vom 22. Februar 2005 zu werfen und was der BND sowohl zu Thaci wie Haradinaj zu wissen glaubt.

Da  kann man lesen: „Die kriminellen Verbindungen Halitis und der PDK resultieren u.a. aus dessen Zugehörigkeit der von Thaci angeführten Drenica-Gruppe, der neben Haliti auch Veseli Kadri, Selimi Rexhep und Limaj Fatmir angehören. Zusammen mit Haliti und Selimi bildete Geci einen von THACI kontrollierten „Sicherheitsdienst“, ein im gesamten Kosovo aktives kriminelles Netzwerk, das seinerzeit innerhalb der UCK auch spezielle Missionen gegen Serben durchführte. Mit Stand 2001 sollen direkte Kontakte zur tschechischen und albanischen Mafia, die in der Tschechischen Republik (Verteilerzentrum der kosovo-albanischen Drogenhändler in Europa) aktiv sind, bestanden haben. Diese Kontakte sollen auf die Zeit vor Kriegsbeginn zurückgehen; damals sollen Thaci und zahlreiche hochrangige PDK-Angehörige für die tschechische Mafia in der Tschechischen Republik tätig gewesen sein.“

Und über Ramush Haradinaj ist zu erfahren: „Die im Raum Decani auf Familienclan basierende Struktur um Haradinaj Ramush befasst sich mit dem gesamten Spektrum krimineller, politischer und militärischer Aktivitäten, die die Sicherheitsverhältnisse im gesamten Kosovo erheblich beeinflussen. Die Gruppe zählt ca. 100 Mitglieder und betätigt sich im Drogen- und Waffenschmuggel und im illegalen Handel mit zollpflichtigen Waren. Außerdem kontrolliert sie kommunale Regierungsorgane. Als regionaler Zonenkommandeur hatte Haradinaj Ramush entlang der kosovo-albanischen Grenze Einfluss und soll insbesonere in den Zigarettenschmuggel, den Treibstoffhandel und die Schutzgelderpressung in PEC involviert gewesen sein. Heute kooperiert er bei seinen OK-Aktivitäten eng unter anderem mit Naser Kelmendi.“ Kelmendi wiederum ist dafür bekannt, dass er die Drogen-und Waffenschmuggelkanäle finanziert und organisierte, so der BND. Was inzwischen auch allgemein bekannt ist. Zumal die OK-Familie Kelmendi auch lange in Deutschland lebte – aber hier immer unbehelligt blieb – trotz einschlägiger Erkenntnisse. Die bosnischen Sicherheitsbehörden beschrieben Kelmendi 2008 als den Kopf einer der am besten organisierten kriminellen Gruppen in der Region, als mutmaßlichen Drogen- und Zigarettenschmuggler, Menschenhändler und Geldwäscher. Kelmendi habe ein “kriminelles Imperium” geschaffen: Der Drogenhandel umfasse Lateinamerika, die Türkei, Serbien, Kroatien und andere europäische Länder. Er soll Heroin, Kokain und Essigsäureanhydrid, das man für die Herstellung von Heroin braucht, über den Balkan nach Mittel- und Westeuropa transportiert haben. Er selbst sah sich natürlich als Unschuldsengel. Das ist auf diesem Video zu sehen:
www.youtube.com/watch?v=8C3oXpev-dM" title="Interview mit Kelmendi"

Am 5. Mai 2013 wurde er in Pristina verhaftet und wartet auf seinen Prozess.

Und im Bericht des serbischen Nachrichtendienstes BIA (Serurity Information Agency) in Belgrad vom September 2003 steht:
„The territories of the Peć, Dečani and Djakovica municipalities make the Dukadjin zone, where the so-called Metohija group, led by Ramush Haradinaj, is active. The Haradinaj family is mainly oriented toward the illegal trade of weapons, drugs, excise goods and stolen cars, but also toward the racketeering of the Albanian population in K&M. Smuggled goods are distributed in FYROM, in the south of Serbia, the Raška territory and in Montenegro where it comes via the Peć-Kula-Rožaje route. Taking into consideration the close links between Ramush Haradinaj and the fighters of the former KLA, who joined KPC and KPS after it had been demilitarized, Ramush Haradinaj is in the position to have an indirect control over the border with these areas, as well as over the criminal and terrorist activities in this area.
The group loyal to Rrustem Mustafa, aka “Remi”, one of the most influential commanders of KLA and KPC, operates in the Lab area which is made up of the territories of the Gnjilane, Vitina and Kačanik municipalities.35 This clan is mainly oriented toward drug smuggling and is closely connected to the Haradinaj family”.

Jetzt kontrollieren diese Lichtgestalten der westlichen Demokratie, mit offizieller Billigung auch der deutschen Bundesregierung, den gesamten Kleinstaat Kosovo, der von Sicherheitsbehörden als europäischer Mafiastaat beschrieben wird, in dem die Korruption Teil der politischen Kultur ist. Und die Politiker in Berlin und Brüssel hüllen sich in vornehmes Schweigen. Wahrscheinlich wird das Kosovo bald EU-Mitglied. Das passt.

Veröffentlicht: June 11th, 2014 · Autor: · Kategorie: Organisierte Kriminalität · 2 Kommentare

2 Kommentare:

  1. 1 Anna Grassi schrieb um 23:09 Uhr am June 12th, 2014:

    wie nennt man die Leute, wie Frau Merkel, die krimminelle Vereinigungen unterstützen und ihnen wohl gesinnt sind?

  2. 2 Jürgen Roth schrieb um 11:06 Uhr am September 8th, 2014:

    Danke. Wie lässt sich das beweisen? Mail: info@nomafia.de


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